| Brunnen bauen |
Voraussetzung zum Brunnen bauen
![]() Ein Brauchwasserbrunnen, etwa zur Bewässerung des Gartens, ist ökologisch wertvoll und kann erhebliche Kosten für die Nutzung von Trinkwasser aus der Leitung sparen. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass an dem vorgesehenen Brunnenstandort Grundwasser in ausreichender Menge und in nicht zu großer Tiefe auftritt. Erste Informationen hierzu lassen sich in der Regel durch ein Gespräch mit den Nachbarn einholen, denn wenn diese schon Brunnen besitzen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch auf Ihrem Grundstück Wasser zu finden ist. Eine weitere Möglichkeit ist, bei dem Umweltamt der Kommune nachzufragen. Die meisten Informationen liegen bei der Unteren Bodenschutzbehörde des Landkreises oder der kreisfreien Stadt vor, die Untere Wasserbehörde ist für Regenwasserbelange zuständig und weiß in der Regel weniger gut Bescheid. Wann kann ich ein Brunnen bauen ?Ist die Höffigkeit für ausreichendes Grundwasser gegeben, kann ein Brunnenbauer beauftragt werden. Bei zu erwartenden hohen Grundwasserständen, die nicht tiefer als vier bis fünf Meter liegen sollten, kann ein einfacher Spülbrunnen gebohrt werden, bei dem das Förderrohr mit Filterstrecke und verlorener Spitze eingespült wird. Ein solcher Brunnen hat einen Durchmesser von meist unter 50 Millimetern und wird direkt an eine Saugpumpe angeschlossen. Die Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit ist begrenzt, allerdings sind die Herstellungskosten sehr gering. Steht das Grundwasser tief an oder muss eine große Wasserstrecke erschlossen werden, empfiehlt sich eine Spülbohrung im Lockergestein. Im Festgestein, in dem Fehlbohrungen allerdings häufig sind, ist eine Imlochhammerbohrung das günstigste Verfahren. Brunnen mit PumpeDas Bohrloch wird mit einem Brunnerohr und einer Filterstrecke ausgebaut. Der Durchmesser muss zum Einbau einer Tauchpumpe mindestens 100 Millimeter betragen, besser ist ein Durchmesser von 125 oder 150 Millimetern. Hierdurch vereinfacht sich der Pumpeneinbau und es können leistungsfähige Pumpen verwendet werden. Außerdem lässt sich bei Verockerung die Brunnenregeneration einfacher durchführen. Um solche Verockerungen gering zu halten, sollte die Filterstrecke unterhalb des bei der Förderung abgesenkten Wasserstandes ansetzen, um den Eintrag von Luftsauerstoff, der zu Verockerung führt, zu verhindern. |
